Aufgaben des ÖSKB

Zu den Aufgaben gehören die Betreuung der Nationalmannschaft, die Förderung des Sportkegelns und Bowling in Österreich und die Präsentation in den Medien, sowie die Organisation von nationalen Bewerben, wie die Staatsmeisterschaft für Klubmannschaften in Form der Bundesliga, der österreichische Cup, Staats- bzw. österreichische Meisterschaften im Einzel-, Paar-, Sprint- und Tandem-Mixed-Bewerb.

Die Tätigkeiten des ÖSKB bezweckt insbesondere:

  • Die Förderung, Beaufsichtigung und Regelung des Kegelsports in Österreich nach den von FIQ + WNBA (sowie deren nachgeordneten Organisationen) vorgegebenen Richtlinien.
  • Die nationale und internationale Vertretung seiner Interessen.
  • Die Organisation und Durchführung von nationalen und internationalen Sportbewerben, von Lehrgängen und Vorträgen, von Sportfesten und ähnlichen Veranstaltungen.
  • Die Erstellung der Jahressportprogramme für den ÖSKB – Bereich.
  • Die Prüfung und Zulassung (bzw. Sperre) der Sportanlagen einschließlich Ausrüstung und Spielmaterial nach den entsprechenden technischen Bestimmungen
  • Die Erteilung von Auskünften und Abgabe von Gutachten für die Bereiche Bowling und Sportkegeln.
  • Die Schlichtung von Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Verbandsbereiches, soweit sie nicht in den Bereich eines Landesverbandes fallen.
  • Die sportliche, organisatorische und wirtschaftliche Unterstützung der Landesverbände.
  • Die Errichtung und Führung von Sportanlagen und Leistungszentren.
  • Abhaltung von Trainingslehrgängen, Kursen, Vorträgen und ähnlichen Veranstaltungen, die der Leistungsförderung der Aktiven und der Weiterbildung von Funktionären dienen.
  • Herausgabe entsprechender Schriften zur Regelung der Technik und des Sportbetriebes
  • Herausgabe entsprechender Informationen, z. B. ÖSKB-Zeitung, Internet-Homepage sowie durch Druckwerke, Presseaussendungen und andere Medien.
  • Die Führung eines Sekretariats am Verbandssitz.
  • Umsetzung der Anti-Doping-Bestimmungen des Internationalen Verbandes und der Anti-Doping-Bestimmungen des Bundes-Sportförderungsgesetzes (BSFG) im Bereich des Fachverbandes.
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ÖSKB (Österreichischer Sportkegel- und Bowlingverbund)

Die Gründung erfolgte als Österreichischer Keglerbund (ÖKB) im Jahr 1933. Bereits im Jahre 1934 wurden die Landesverbände Wien und Niederösterreich gegründet und dem ÖKB eingegliedert. Die ersten Verbandsmeisterschaften wurden 1934 in Wien im Cafe Basel ausgetragen. Das erste Länderspiel wurde 1935 auf Asphaltbahnen gegen Ungarn durchgeführt. Im Jahre 1936 wurde das Sportkegeln bereits von der österreichischen Sportbehörde offiziell anerkannt.

Nach der Okkupation Österreichs wurde der ÖKB aufgelöst und die Vereine in den Deutschen Sportbund eingegliedert.

Im Jahre 1948 wurde die Organisation des ÖKB nach den Gesichtspunkten eines Sportverbandes neu aufgebaut und reformiert. Zu dieser Zeit waren im ÖKB in Wien undNiederösterreich zusammen 83 Vereine und 1.316 Sportler gemeldet. In den Jahren darauf wurden in allen Bundesländer eigene Landesverbände gegründet.

Bei den 1. Weltmeisterschaften 1953 in Belgrad im Sportkegeln wurde Alfred Baierl aus Österreich erster Weltmeister im Herren Einzelbewerb. Die Damen konnten im Einzelbewerb folgende Platzierungen erzielen: 2. Platz Maria Schmoranzer und den 3. Platz Maria Zimmerl. Die Damenmannschaft erreichte den 1. Platz und die Herrenmannschaft den 2. Platz.

Seit Gründung des ÖKB wird auf Asphaltbahnen gespielt. Seit 1976 werden Kunststoffbahnen gebaut. Den ersten Kegelstellautomaten gab es im Jahre 1957. Bis 1938 wurde mit Holzkugeln gespielt, danach mit Novotexkugeln, ab 1970 werden Leukoritkugeln verwendet. Bis 1960 wurden Holzkegel verwendet, danach Holzkegel mit Kunststoffring. Jetzt werden nur noch Kunststoffkegel verwendet.

Seit Juli 2004 wird in Österreich einheitlich in allen Bewerben der Sportart Kegeln 120 Wurf gespielt.

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Technische Ausstattung

Bis in die 1950er-Jahre hinein stellten „Kegeljungen“ (oder -buben) die Kegel auf und rollten die Kugel zurück. Nach Darstellung des Schriftstellers Karl May sei er selbst 1854 Kegeljunge gewesen und das Kegeln habe am Sonntag gleich nach der Kirche begonnen und bis zur späten Abendstunde gedauert, am Markttag auch bis Mitternacht. Es habe zu essen gegeben und Bierreste zu trinken, manchmal auch einen Schnaps, dazu einen guten Stundenlohn und Zusatzbeträge bei Ehrenrunden. Die teilweise derben Gespräche seien durch den wie ein Hörrohr wirkenden „Kegelschub“ auch am Ende der Bahn verständlich gewesen. Beim Kegeln will er auch die ersten Heimkehrer aus der Neuen Welt getroffen haben, die ihm von den Vereinigten Staaten erzählten.[2]

Die ersten vollautomatischen Kegelstellmaschinen wurden am 25. März 1956 in Deutschland in Betrieb genommen. Während anfangs noch die einzelnen mechanischen Arbeitsschritte per Knopfdruck ausgeführt werden mussten, übernehmen heute computergesteuerte Anlagen den kompletten Spielablauf vom Aufstellen der Kegel bis zum Zählen der Punkte und die Übertrittsanzeige erfolgt per Lichtschranke. Die Kegel werden entweder an Seilen hochgezogen und – nach dem „Auspendeln“ – wieder abgestellt oder sie werden von einem „Rechen“ in eine Grube am Bahnende befördert und durch eine Förderanlage in die Halterung befördert, die sie wieder auf der Bahn abstellt. Diese besonders beim Bowling verwendete Lösung ist technisch komplexer, vermeidet jedoch das Problem des Verhedderns der Seile.

Die hölzernen Kegel von einst sind seit langem durch Kunststoffkegel ersetzt. Auf Bohle- und Scherebahnen wird der gerade geschnittene 2000er-Kegel eingesetzt; auf Classicbahnen werden seit einigen Jahren auch die bauchigen Tornado- und Top-Kegel gespielt. Als Vorzüge nennen die Hersteller einen geringeren Verschleiß und höhere Fallergebnisse im Vergleich zur traditionellen Kegelform, insbesondere beim Abräumen. Des Weiteren erfolgen seltener sogenannte „Durchläufer“ mit der (kleinen) Jugendkugel, bei denen kein Kegel fällt.

Kugeln werden heute aus polyesterfreiem Phenolharz (Aramith) hergestellt. Der Standarddurchmesser im Sportkegeln beträgt 160 Millimeter bei ungefähr 2,85 Kilogramm. Die Jugend B (11–14 Jahre) spielt mit 140 Millimeter/1,9 Kilogramm. Auf Classicbahnen spielen Breitensport- und Freizeitkegler auch mit Lochkugeln in unterschiedlichen Größen.

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Verschiedene Bahnen

Der Kegelsport wird in Deutschland auf vier verschiedenen Bahnarten betrieben: Asphalt- (Classic-), Bohle-, Scheren- und Bowlingbahn. Auf jeder dieser Bahnarten, deren Verteilung außer beim bundesweit anzutreffenden Bowling regional unterschiedlich ist, finden eigene Meisterschaften, Ligenspiele, Vereinspokale und Turniere im Rahmen der jeweiligen Sportordnung statt. Darüber hinaus werden alljährlich nach vorheriger Qualifikation über die Länder bundesweit die Deutschen Meisterschaften auf Dreibahnen ausgetragen: Hierbei müssen sich die Sportler nacheinander auf den drei Bahnarten Bohle, Schere und Asphalt/Classic bewähren und dabei die recht unterschiedlichen Kegeltechniken anwenden.

Allen Bahnarten gemeinsam ist das Ziel, mit einem Wurf (Schub) die größtmögliche Anzahl von Kegeln umzuwerfen. Abweichend von dieser Regel ist es in Varianten des Spiels das Ziel, bestimmte Konstellationen von Kegeln (Kegelbilder) zu werfen.

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Freizeitkegeln

Beim Hobbykegeln stehen nicht sportliche Betätigung und Wettkampf im Mittelpunkt, sondern Geselligkeit und Spaß. Vielerorts haben sich Menschen zu Freizeit-Kegelklubs zusammengefunden. Zumeist wird eines oder mehrere aus der Vielzahl von Kegelspielen gespielt. Bestimmte Würfe wie „Pumpen“ („Pudel“, „Ratten“ = Nullwürfe), „Klingel“ („Kranz-Acht“, Neunerwurf), „verpasster Einsatz“ usw. werden mit Geldstrafen belegt, um so Treffen und Ausflüge zu finanzieren. Kegelausflüge stehen im Ruf, feuchtfröhlich und ausgelassen zu sein.

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Ergebnisse, Holzzahlen

Die Ergebnisse (Kegelsumme oder auch Holzzahl, da ein gefallener/umgeworfener Kegel als ein Holz gerechnet wird) im Kegeln hängen von vielen Faktoren ab, auf die sich ein (Sport)kegler einzustellen hat. Die wesentlichen Faktoren sind: die Kegelform (tatsächlich hat sich herausgestellt, dass durch den Top-Kegel im Allgemeinen bessere Zahlen möglich sind), die Bahnpflege (durch das Aufbringen von Gleitmitteln gemäß Reglement kann das Schlagverhalten maßgeblich verbessert werden), der Kugel-Lauf (Linie, Drall) usw. Entscheidend ist daher, wie gut sich ein Spieler auf eine Kegelbahn einstellen kann.

Am Ende eines Spiels erreicht ein durchschnittlicher Spieler auf 100 Wurf etwa 400–450 Holz auf Classicbahnen. Spitzenspieler der Bundesliga erreichen auf 200 Wurf mitunter mehr als 1000 Holz auf Classicbahnen. Auf Classicbahnen weichen Einzelergebnisse deutlich stärker von einem Durchschnittswert ab, als das auf Bohlebahnen der Fall ist.

Auf Bohlebahnen sollte ein Sportkegler durchschnittlich sieben Holz pro Wurf spielen, auf Scherebahnen sechs Holz und auf Classicbahnen fünf Holz. Es wird hierbei von unkombinierten Spielen ausgegangen.

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